Vorschrift-Antragssteller

Rotwild (Cervus elaphus)

Ungarn gilt nach wie vor als klassisches Land für die Rothirschjagd. Nach der Umgestaltung der ungarischen Jagdreviere kommt besonders den Forstverwaltungen mit ihren großflächigen Revieren von mehreren zehntausend Hektar eine große Bedeutung für die Erhaltung des Rotwildbestandes zu.
Die stärksten Rothirschtrophäen sind in den südlich vom Plattensee im Somogyer Hügelland, im Einzugsgebiet der Duna (Donau), ganz im Süden des Landes an der Dráva (Drau) und in den westlich vom Balaton (Plattensee) gelegenen Revieren zu finden. Die Geweihgewichte in diesen Revieren erreichen bis zu 13 kg, und selten noch darüber. Gute Rotwildreviere sind auch nördlich vom Plattensee in der Landschaft Kisalföld anzutreffen, wo gute Hirsche mit 6-9 kg sogar auch bis zu 10-11 kg Geweihgewicht erlegt werden können.
Empfehlenswert sind ebenso Rothirschjagden auf den in den Mittelgebirgen wie Bakonyer Wald, Vértes, Pilis bzw. Börzsöny Gebirge gelegenen Forstrevieren. Auf diesen Revieren betragen die Geweihgewichte in Abhängigkeit von der Gebirgslage durchschnittlich 5 bis 7 kg.
Die Brunftzeit liegt in Ungarn im Monat September. Sie beginnt Anfang September im Süden Ungarns und klingt in den im Norden des Landes gelegenen Mittelgebirgen Ende September /Anfang Oktober aus. Gejagd wird auf Rothirsch vor allem vom Hochsitz aus und durch Pirschen. Für eine erfolgreiche Hirschjagd sollten auf jeden Fall 5 Jagdtage eingeplant werden.
Wer außerhalb der Bruftzeit im Spätherbst und in den Wintermonaten auf Abschußhirsche jagen möchte, sollte sich bewußt sein, daß es um diese Zeit auch in ausgesprochen guten Rotwildrevieren.

Jagdzeiten:
Kronenhirsch: ab 01. Sept. bis 31. Okt.
Abschusshirsch: ab 01. Sept. bis 31. Jan.
Rottier, Schmaltier: ab 01. spet. bis 31. Jan.
Kalb: ab 01. Sept. bis 28. Febr.

Damwild (Cervus dama)

Das in der Eiszeit in Europa ausgestorbene Damwild wurde in Ungarn von den Römern neu angesiedelt. Der heutige Damwildbestand entwickelte sich aus den Ansiedlungen durch die ungarischen Gutsherren, was später von den staatlichen Forstwirtschaften und Genossenschaftsrevieren fortgesetzt wurde.
Der größte Damwildbestand der Welt befindet sich in Ungarn bei der Forstverwaltung Gyulaj in den Waldgebieten südlich vom Plattensee. Von den dort lebenden 3000 Stück Damwild werden jährlich etwa 250-300 Damhirsche geschossen.
Aber auch in den Jagdrevieren an der Oberen und Unteren Theiß und im Bezirk Somogy leben bedeutende Damwildbestände. Dabei können wir den Jagdgästen neben den bekannten Forstrevieren wie Guth, Gyula, Gyulaj, Lábod und Lovasberény auch Jagden auf guten Genossenschaftsrevieren mit ausgezeichneten Damwildbeständen anbieten.
Die beste Jagdzeit für Damhirsch ist während der Brunft im Oktober. Auf Abschußhirsche wird von November bis Januar gejagd, wobei außerhalb der Brunftzeit mindestens 4 volle Jagdtage eingeplant werden sollten.
Das durchschnittliche Schauflergewicht liegt zwischen 1,5 und 3,5 kg, aber auch auf kapitale Damhirsche mit Trophäenstärken über 4 kg kann auf den von uns angebotenen Partnerrevieren erfolgreich gejagd werden.

Jagdzeiten:
Damschaufler Kugelreif: ab 01. Okt. bis 31. Dez.
Abschusshirsch, Damtier: ab 01. Okt. bis 20. Jan.
Damkalb: ab 01. Okt. bis 28. Febr.

Muffelwild (Ovis ammon musimon)

Viele Jäger, die Jahr für Jahr nach Ungarn auf Rehbock- und Rothirschjagd kommen, möchten zur Abwechslung einmal auf einen Muffelwidder jagen. Das Muffelwild gehört in Ungarn - ähnlich wie das Damwild - nicht zu den einheimischen Wildarten. Es wurde erstmals im Jahre 1869 vom Grafen Forgách in den felsigen, von Laubwäldern bedeckten Mittelgebirgen im Norden des Landes angesiedelt, wo es ideale Lebensbedingungen vorfand.
Den interessierten Muffeljägern empfehlen wir unsere Angebote im Pilis, im Börzsöny und im Vértes Gebirge. In diesen Regionen kann das gewünschte Muffelwild mit großer Sicherheit erlegt werden. Weitere gute Muffelbestände gibt es in den nordungarischen Mittelgebirgen Mátra, Bükk und Zemplén, sowie im nördlich vom Plattensee gelegenen Bakonyer Wald. Im Bakonyer Wald ist jedoch die Dichte der Muffelwildpopulation in den letzten Jahren etwas zurückgegangen, so daß dort eine Muffeljagd mit der Jagd auf Rotwild und Schwarzwild kombiniert werden sollte.
Die beste Zeit für eine Muffeljagd ist von November bis Anfang Januar, wenn das Laub bereits von den Bäumen gefallen ist. Am besten geeignet für eine solche Jagd sind auch kalte Wintertage mit Schnee.
Die zu erwartende Schneckenlänge liegt zwischen 60 und 80 cm. Auf guten Revieren können Muffelwidder mit einer Schneckenlänge zwischen 80 und 90 cm erlegt werden. Sehr selten kommen kapitale Trophäen mit über 90 cm Schnekkenlänge vor.

Jagdzeiten:
Muffelwild: ab 01. Sept. bis 28. Febr.

Schwarzwild (Sus scrofa)

Ähnlich wie in anderen europäischen Ländern gehört auch in Ungarn das Schwarzwild zu den meistverbreitesten Wildarten. 65 % des Schwarzwildbestandes ist in Westungarn, 31 % in den nördlichen Mittelgebirgen und 4 % in der Großen Ungarischen Tiefebene östlich der Donau zu finden.
Auf Schwarzwild kann in Ungarn das ganze Jahr über gejagd werden, wobei die führenden Sauen von 01. Februar bis 31. Mai zu schonen sind.
Der größte Schwarzwildbestand ist in den waldreichen Revieren der Mittelgebirge und deren Ausläufern in landwirtschaftlichen Regionen zu finden. So kann bei den Forstverwaltungen und auf den angrenzenden genossenschaftlichen Revieren erfolgreich auf Schwarzwild gejagd werden.
Für Einzeljagden auf Sauen empfehlen wir im Winter Vollmondnächte mit Schnee. In den Frühjahrs- und Sommermonaten haben wir für Freunde der Saujagd auf einzelnen Revieren preislich günstige Jagdmöglichkeiten anzubieten. In den Herbst- und Wintermonaten erfreuen sich bei unseren Jagdgästen kombinierte Jagden auf Kahlwild und Schwarzwild oder Abschußhirsche und Schwarzwild immer größerer Beliebtheit. Auf Waldrevieren mit besonders hohem Schwarzwildbestand kann mit einiger Geduld auf kapitale Keiler gejagd werden, wobei aber immer ein Stück Jagdglück dazugehört.
Für Sautreibjagden in freier Wildbahn sind vor allem Forstreviere zu empfehlen, auf denen neben einem hohen Schwarzwildbestand die Kompetenz und die Erfahrungen der Berufsjäger bereits eine gute Voraussetzung für das Gelingen der Jagd bilden. Auf vielen Forstrevieren wurden in den vergangenen Jahren Saugatter errichtet (mindestens 200 ha), um Saujagden noch attraktiver zu gestalten. Die Sauen für die Gatter werden stets neu in der freien Wildbahn eingefangen und sind daher genauso wild, wie ihre Artgenossen außerhalb des Gatters.
Anmeldungen zu Sautreibjagden in freier Wildbahn und Gatterjagden sollten so zeitig wie möglich erfolgen, da sie sowohl vom Revier als auch von der Jagdgruppe her einer langfristigen Vorbereitung bedürfen.

Jagdzeiten:
Keiler, Überläufer, Frischling: jagdbar im ganzen Jahr
Bache: ab 01. Mai bis 30. Jan.


Reh (Capreolus c. capreolus)


Die beste Jagdzeit für Rehböcke liegt in Ungarn traditionsgemäß in der zweiten Hälfte April bzw. Anfang Mai. Später, wenn die landwirtschaftlichen Kulturen hochstehen, ist es wesentlich schwieriger, auf Rehböcke zu jagen und es erfordert mehr Zeit. Für viele Jagdfreunde hat die Rehbockjagd in der Blattzeit Ende Juli, Anfang August ihren besonderen Reiz, wenn der Jäger die liebeshungrigen Böcke mit der Blatte aus ihrem Einstand lockt.
Wer gute Böcke erlegen möchte, dem empfehlen wir entweder unsere unweit der österreichischen Grenze gelegenen Partnerreviere, auf denen sich Wald und landwirtschaftliche Flächen einander abwechseln. Aufmerksamkeit verdienen jedoch auch unsere östlich der Donau in der Landschaft Alföld (Ungarische Tiefebene) gelegenen Rehbockreviere, z.B. Reviere im Bezirk Kiskunság, im Komitat Szolnok, Békés und Szatmár. Während Westungarn mehr an Westeuropa erinnert, entspricht die ausgedehnte Tiefebene Ostungarns mit ihren Feldern, den vielen vereinzelten Gehöften, Ziehbrunnen, Feldern und dem weiten Grasland der Puszta eher den klassischen Vorstellungen von Ungarn. Auf diesen Revieren können Rehböcke mit einem Gehörngewicht zwischen 200 und 600 g erlegt werden. Während in den westungarischen Revieren vorwiegend vom Hochsitz aus gejagt wird, jagt man in Ostungarn bedingt durch die oft deckkungslose, flache Landschaft vorwiegend eher vom Geländewagen oder selten von der Pferdekutsche aus, wobei die Schussdistanzen oft 120-200 m sind.
Für Jagdgäste, die gern auf geringere Böcke und daneben auf Schwarzwild jagen möchten, sind die staatlichen Forstreviere gut geeignet.

Jagdzeiten:
Rehbock: ab 15. April bis 30. September
Ricke, Kitz: ab 01. Okt. bis 28. Febr.

Sikawild (Cervus nippon)

Mit einer Kopfrumpflänge von 100 - 150 cm, einer Schulterhöhe von 75 - 110 cm und einem Gewicht von 40 - 80 kg ist der Sikahirsch deutlich kleiner als ein Rothirsch und etwa so groß wie ein Damhirsch. Das Fell ist braun und trägt zahlreiche weiße Flecken, die in sieben bis acht Längsreihen angeordnet sind. Im Winter verblassen diese Flecken und sind manchmal kaum auszumachen, während sie im Sommer in einem deutlichen Kontrast zur übrigen Fellfarbe stehen. Vom ebenfalls gefleckten Damhirsch ist der Sikahirsch leicht durch das Geweih zu unterscheiden, das keine Schaufeln bildet und je Stange nur zwei bis fünf Enden hat. Im Winter bildet sich bei beiden Geschlechtern eine dichte Halsmähne.

Jagdzeiten:
Hirsch, Rottier, Schmaltier, Kalb: ab 01. Sept. bis 30. Dez.

Fasan (Phasianus colchicus)

Der Fasan ist ein Vogel, der aus Mittelasien stammt, aber schon von den Römern in Europa eingeführt wurde. Das Männchen erreicht bis zu 90 cm Länge, das Weibchen ist deutlich kleiner und schlicht gelbbraun gefärbt.
Der Fasan ist ein Bewohner weiter Feldfluren, unterbrochen von Gehölzen oder Wasserläufen, und findet daher in der landwirtschaftlichen Kulturlandschaft ausreichende Lebensräume vor.
Fasane leben polygyn: auf einen Hahn kommen 5 bis 6 Hennen (Geschlechterverhältnis 1:6). Bei der Jagd wird bei normaler Population in der Regel nur der Hahn bejagt, um das Geschlechterverhältnis zu gewährleisten.
Die häufigste Jagdart auf den Fasan ist die Treibjagd.

Jagdzeiten:
Fasanen: ab 01. Okt. bis 31. Jan. Für Treibjagd empfehlen wir die Zeit ab 01. Jan bis 15. Febr. 

 

Truthuhn (Meleagris gallopavo)

 

Das Truthuhn (Meleagris gallopavo) ist eine in Nordamerika beheimatete Art der Truthühner. Es wird auchWildtruthuhn oder Wildes Truthuhn genannt und ist die größte Art der Hühnervögel. Bereits von indianischen Völkern wurde es domestiziert und ist somit die Stammform des Haustruthuhns.

 

Jagdzeiten:

ab 15. April bis 31. Mai und

ab ab 01. Okt. bis 31. Dez.

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